Ein guter, mutiger Gedanke
Wie aus einer einzigen Idee ein halbes Jahrhundert Lustspiel in Urdorf wurde.

Wie es begann
Irgendwann einmal entstand der Gedanke – ein guter, mutiger, unternehmungslustiger Gedanke. Er entstand im Kopf einer Frau. Und da diese Frau nicht nur dachte, sondern auch handelte, liess sie dem Gedanken die Tat folgen: So entstand die SBU.
Die Frau hiess Beatrice Rätz. Sie spielte bei der Theatergruppe Schlieren, doch der Gedanke liess sich nicht abschütteln – es müsste doch möglich sein, in Urdorf einen Theaterverein zu gründen. Beatrice setzte ihre ganze Überredungskunst ein, um weitere Frauen und Männer für die Idee zu gewinnen. Mit Erfolg: Am 23. August 1973 wagten neun Gründungsmitglieder im Säli des Restaurants Frohsinn die Gründung.
Es war ein Wagnis. Die neun – vier Männer und fünf Frauen – kannten sich nicht und wussten nichts voneinander. Sie wussten nur eines: Urdorf braucht einen Theaterverein.
Die Gründungsmitglieder: Beatrice Rätz, Margrit M., Kathy B., Bernadette G., Walter Hartmann, Gottfried M., Ernst S. und Peter S.
Ein halbes Jahrhundert auf der Bühne
Schon nach zwei Jahren übernahm Walter Hartmann das Präsidium von Beatrice Rätz und versprach, den Verein in ihrem Sinne weiterzuführen. 1978 teilte sich der Verein; in Urdorf entstand mit dem «Theater 78» eine zweite Theatergruppe. Für die Spielbühne Urdorf ging es von da an im Schnellzugstempo bergauf – alle Verbliebenen zogen am gleichen Strick, mit dem gleichen Ziel:
Wir wollen das Publikum mit leichter Kost unterhalten.
Mit der Stückwahl trafen wir Jahr für Jahr den Geschmack unseres Publikums. Die Leute kamen in Scharen in den Embrisaal, der Spielplan wuchs auf bis zu 16 Aufführungen, die Vorstellungen waren nahezu alle ausverkauft.
2007 wurde die Zahl der Vorstellungen von 16 auf 13 reduziert. Nach der Saison und nach 32 Jahren als Präsident übergab Walter Hartmann an der Generalversammlung 2007 das Präsidium an Olivier Rätz. Er führte den Verein vier Jahre und brachte ihn ins Internet: Mit der ersten Homepage kam die Online-Reservation, die den Vorverkauf entlastete, und das Vereinstelefon zog vom Festnetz aufs Mobiltelefon um.
An der Generalversammlung 2011 übernahm Walter Riedle das Präsidium. In seine Zeit fiel die Corona-Pandemie, wegen der zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Saison komplett abgesagt werden musste. Nach zehn Theatersaisons und einer abgesagten Saison übergab Walter Riedle das Präsidium mit 26 Aktivmitgliedern an Stephan Strässle.
Projekt Phoenix
Im Frühsommer 2024 stand die Spielbühne Urdorf vor einem Neuanfang: Der Verein erlebte einen grossen Umbruch, und von den verbliebenen Mitgliedern hatten nur wenige mehr als drei Jahre Vereinserfahrung. Die Frage war schlicht: Geht es überhaupt weiter?
Am 3. Juni 2024 traf sich eine Gruppe von neun Mitgliedern unter dem Namen «Phoenix», um genau das zu beantworten – und den Verein so aufzustellen, dass eine weitere Spielsaison möglich würde. An der Generalversammlung Ende Juni übernahm Sandro Kalbermatter das Präsidium; ein weitgehend neuer Vorstand eignete sich in wenigen Monaten an, was normalerweise über Jahre wächst.
Der Plan ging auf. Die Saison 2025 mit «Boeing Boeing» kam zustande und wurde vom Publikum gefeiert. Seither geht es darum, die SBU wieder auf ihre alte Grösse zu bringen: bei den Mitgliedern wie bei den Zuschauenden.
Meilensteine
Jede einzelne Saison, mit Besetzung und Inhalt, steht in unserem Archiv.
Alle Stücke durchstöbern












